Electronic. Harter Beat, nicht zu schnell, aber noch schnell genug um als Uptempo durchzugehen. Dazu allerhand Klänge aus den Tasten gezaubert. Knirschen, Knistern, Klatschen, Schnippsen, tiefe Bassläufe. Es ist diese Art Musik, die auf einer teuren Anlage und so richtig laut erst wirkt. Auf dem iPod im Zug weniger. Immerhin trommeln die Finger auf dem Oberschenkel mit. Geht also ein bisschen in die Gliedmaßen. Aber nicht so richtig ans Herz. Zwei Sterne.
Andreas 2 Sterne, Ellen Allien & Apparat Ellen Allien & Apparat
Also: Super Song-Titel und eine super erste Zeile: “Sex is war and you’re my adversary how tumultuos and scary the scenario can be.” Damit ist leider alles Pulver schon verschossen, es folgen knapp drei Minuten schaler Ska-Punk-Pop, ohne merkenswerte Hook und ohne weitere merkenswerte Hinhörer. Ein Insider-One-Hit-Wonder also. Noch ein wenig nutzloses Wissen. Jai Alai, so weiß Wikipedia, ist baskisch für “fröhliches Fest”, der Begriff beschreibt aber eine Sportart, die ein wenig Ähnlichkeit mit Squash hat. Statt Schläger werden hakenförmige Korbhandschuhe verwendet. Der Ball ist eine prima Grundlage für ein Geschäftsmodell: Er kann nur per Handarbeit hergestellt werden, hält aber nur 15 bis 20 Minuten - weil die Bälle mit bis zu 188 Meilen pro Stunde an die Wand geklatscht werden. Ein einziger Ball kostet deshalb bis zu 200 Dollar. Ein Jai-Alai Savant ist dann wohl jemand,der das Spiel besonders gut beherrscht. Für das Lied gibt es dennoch keine gute Wertung, nur einen Bonus-Punkt für Titel und erste Zeile. Zwei Sterne.
Andreas 2 Sterne, The Jai-Alai Savant The Jai-Alai Savant
Das ist nun auch schon wieder zwölf Jahre her. Nicht Depeche Modes beste Zeit, daher auch nicht Depeche Modes bester Song. Es ist einer der wenigen, die von Martin Gore gesungen wurden - neben “A Question Of Lust” und “Somebody”, wie man bei Wikipedia nachlesen kann. Weniger klar ist mir der Inhalt. Geht’s um Drogen? Einsamkeit? Selbstmitleid? Im Video schleicht ein Allien rum. Keine Ahnung. Vielleicht komme ich mal irgendwann dahinter. Der fluffige Sound dieses Remixes hält mich allerdings von allzu intensiver Beschäftigung mit dem Lied ab. Nur zwei Sterne.
Andreas 2 Sterne, Depeche Mode Depeche Mode
Diese Band ist ein Witz. Ohne ironische Grundhaltung nicht zu ertragen. Der Rolling Stone versuchte letzthin, eine CD von She Wants Revenge ernsthaft zu besprechen, das musste ja schief gehen. Wie soll man das nennen? Post-New-Wave-Pop-Rock-Dark-Something. Ist aber alles nicht echt, alles nur, naja, Mode. Die klingen wie Joy Division ohne Selbstmordgedanken, wie Sisters Of Mercy ohne Mercy, wie Bauhaus mit Vanillesoße. Das kann hübsch sein, unterhaltsam, mitwippanregend. Das Album-Cover ist auf jeden Fall sehenswert. Nur “Monologue” ist langweilig. Eine Anhäufung von dunkelromantischen Bildern. Mond, Hände, Münder, city lights (fading, natürlich) und die Wahrheit, alle mit von der Partie. Musik? Nicht der Rede wert. Ich hoffe, die können über sich selbst lachen. Und tun es auch. Ein schwacher Song. 2 Sterne
Andreas 2 Sterne, She Wants Revenge She Wants Revenge