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Tindersticks: Mother Dear

April 16th, 2009

Eine live im Studio eingespielte Aufnahme, zwei Mikrophone, ein paar Musiker. Zunächst nur ein ganz leises Orgeln, ein sich so dahin schleppender Dreiviertel-Takt mit ganz sachter Betonung auf der Eins, Stuart A. Staples so nah am Mikro, dass es selbst das Geräusch mitnimmt, das die Zunge macht, wenn sie sich vom Gaumen löst. Es riecht nach Zigaretten und Kaffee und nach dieser lehmbraunen Wand, auf das das zersägte Herz auf dem Cover dieses Albums gemalt ist. Dann keift recht überraschend die elektrische Gitarre dazwischen, ziemlich aus dem Takt. Dann Streicher, ganz süß, wieder im Takt, dem Lied das erste Mal eine Melodie gebend. Das ist nicht mal der beste Tindersticks-Song, aber wenn er sich ganz langsam so aufbläst, erst ein bisschen wütend und dann im Abgang so versöhnlich, das ist schon ein großer musikalischer Moment. Vier Sterne.

Andreas 4 Sterne, Tindersticks

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